História

 Das heute bekannte öffentliche Verkehrsmittelkonzept, stellt etwas ganz anderes dar,als das in der früheren ersten Dekade des zwanzigsten Jahrhunderts. Die sozialeSituation in dieser Epoche, war ausschliesslich eine Gesellschaft, welche mit Hingabe und Fleiss den Bestand der Landwirtschaft meisterte. Alles war mit viel Mut und Kraft gemacht, bis die ersten regionalen Straßen gebaut wurden, im Zeitraum zwischen 1913 und 1918. Die wichtigste Entwicklung war die Entstehung und Bewegung der ersten Autobusse in der Gemeinde von Canico. Es geht um das Jahr 1920, wo der erste Autobus für Passagiere geschaffen wurde für eine Strecke, nicht regulär, die Verbindung der Gemeinde von Canico und Camara de Lobos mit einer Haltestelle in der Stadt Funchal. Diese Strecke wurde zwei Mal am Tag gefahren, einmal am Morgen und einmal am Nachmittag. Dieser Autobus, Registrierung M-83, war Eigentum von Sr. Cesar Pedro Duarte, wohnhaft im Ort Pedro Mole.

autocarroIn dieser Epoche konnte jeder Besitzer von Autobussen in der zentralen Verbindungsstelle des Landkreises Funchal fragen, ob er eine Erlaubnis für eine Transportfahrt zwischen Canico und Funchal bekommen kann. Seit 1930 existierten bereits im Landkreis von Santa Cruz , 28 Personen, die die Funktion als gewerblicher Fahrer wahrnahmen und 16 mit ihrem Eigentum. Die Zahl der Fahrzeuge stieg an mit den dazugehörigen Lizenzen und es gab eine heftige Konkurrens , oft unfair, zwischen den Eigentümern der betreffenden Fahrzeuge.

 

Mit dem Ziel, diese Art von Wettbewerb zu vermeiden und die Durchführung von regelmässgen festen Fahrplänen, gründeten eine Gruppe von Bus-Eigentümern die Autobusgesellschaft von Canico. So erschienen, am 29. Januar 1934, im Notariat bei dem bekannten Schwätzer, Joao Baptista Amaral Barata, Sitz am Rathausplatz, acht Eigentümer von Autobussen, mit dem Ziel, eine Urkunde für die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung für Handel ausstellen zu lassen. Zu den Unterzeichnern des Unternehmens gehörten Joao Freitas Patricio und Jose Indaleto Izidro de Freitas, wohnhaft im Ort Vargem, Alexandre Vieira und Jose Vieira, wohnhaft im Ort Lavramento, Jose Teixeira Junior und Antonio Freitas Forte, wohnhaft im Ort Abegoaria, Jose Filipe Rodrigues, wohnhaft in Cancela, Gemeinde von Sao Goncalo und der Letzte Henrique Franco Junior, wohnhaft im Ort Azenha.

 

Diese neue Firma wurde das Objekt von Industrie; Transport von Passagieren und Gütern und ihrem Kapital von 35.000$00, geteilt in acht Anteile, sechs mal 5.000$00, und zwei mal 2.500$00, dieses letztere von den Mitgliedern Alexandre Vieira und Jose Vieira. Die Gesellschaft wurde durch eine Geschäftsführung vertreten, bestehend aus drei Mitgliedern, ohne direkte Vergütung, es wurden ernannt die Teilhaber Jose Indaleto Izidro de Freitas, Joao Freitas Patricio und Henrique Franko Junior. Und auch der Stellvertreter- Pedro Filipe Rego, dessen Aufgabe es war, den Service vom Warenversand, die Anpassung der Zeitpläne, Vertrieb von Autos und die Vertretung des Unternehmens in den zuständigen Abteilungen.
Das begründete Vorrecht der Gesellschaft der acht Buseigentümer war, Handlung nach eigenem Willen und gemeinsam. Ebenso Nettogewinne oder –Verluste, würden unter den Gesellschaftern im Verhältnis Ihrer Einlagen, aufgeteilt werden.

Bald nach der Gründung der Gesellschaft, am 28. Februar 1934, wurde von seinen Mitgliedern ein Antrag an die Generaldirektion des Landkreisen Funchal gestellt, mit der Erlaubnis, und im Zusammenhang mit einem Zeitplan, Passagiere zwischen Funchal und Canico zu transportieren. Der Sitz der Firma war im Ort Vargem, in Gemeinde von Canico und der Platz am Largo do Pelourinho, neben der Firma Insular de Moinhos, später mehr an der alten Mühle von Henrique Figueira, an dem gleichen Platz. Die Garage wurde auf dem Gelände von Assomada entlang der alten Volksschule untergebracht, die bestehenden Einrichtungen auf dem Gelände des Pedra Mole wurden in den fünfziger Jahren übertragen.

 

Zur Zeit der Gründung der Autobusgesellschaft von Canico, gab es eine Flotte von acht Bussen, die in den Besitz der Mitglieder gehörten. Die Fahrzeuge hatten eine Ausstattung aus Holzrahmen mit Stahlblechen, die am Körper zu spüren waren, mit einem Fassungsvermögen zwischen 17 und 20 Sitzplätzen. Diese Fahrzeuge hatten eine Besonderheit, es existierte kein Glass in den Seitenfenstern, sonder Gardinen aus Tuch. Das einzige Glas, das das Auto hatte, war die Windschutzscheibe, in der Regel in zwei Teilen, die von innen geöffnet werden konnten, so dass an heißen Tagen eine starke Belüftung war.

 

Alle Autos hatten das Dach aus Holz oder Leinwand, wo Verpackungen oder Körbe, die nicht im Bus transportiert werden konnten, platziert wurden. In Kisten hatte man Krüge, wo Wasser transportiert wurde, für den Autobus, um ihn bei Erhitzung des
Kraftstoff zu kühlen. Später, mit der Entwicklung des Netzes der Standrohre, wurde dieser Krug mit einem Stück Schlauch verbunden und in die Standrohre geführt.

Die Fahrpläne und Tarife

In der ersten Zeit der Autobusgesellschaft von Canico fuhren die Busse nicht jeden Tag der Woche wie aktuell vorgesehen, sondern realisierten Busfahrten von Montag bis Freitag, Samstag und Sonntag nicht. Die Situation änderte sich von 1936 mit der Aktualisierung des Zeitplanes bis Mitte 1939.

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Anliegend an den Zeitplan veröffentlichte die Autobusgesellschaft von Canico die Tarife in Escudos.

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In den heutigen Tagen erscheinen uns die Tarife lächerlich, aber man hatte das
Geld nicht zusätzlich in den Taschen. Tatsächlich zogen die meisten Canicenser zu Fuss bis nach Funchal, brauchten ca. 1,5 h bis nach Funchal und 2,0 h zurück.
Nehmen Sie sich den Lohn eines Ticket-Schreibers her, er kam nicht über einen Tageslohn von 2$50 hinaus. Diese Werte würden 1948 wesentlich verändert, ein Ticket-Schreiber verdiente dann 10$00 pro Tag. Diese Erhöhung der Löhne führte auch zu einer Erhöhung der Preise, wie man in der folgenden Tabelle sehen kann.

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Die Fahrten von Canico nach Funchal

Wie vorher erwähnt, war die Autobusgesellschaft von Canico am Ort Largo do Polourinho ansässig. Dieser Platz war der Ausgangspunkt für alle Anwender, welche sich bis in die Gemeinde von Canico bewegen wollten. Hier verwaltete noch ein Verantwortlicher den Platz, die Person war verantwortlich für die Organisation entsprechend der Fahrzeuge. Er hatte auch die Funktion, die Benutzer über die Abfahrtzeiten zu informieren.
Am 28.Oktober wurden durch ein Dokument manche Fahrer, sowie auch Ticket- Schreiber verpflichtet, sich in ihrem Dienst, rasiert und anständig angezogen, mit einer dunkelblauen Kappe und einem Anzug zu präsentieren. Dieses Dokument war bestimmt, um den guten Namen, den die Ferieninsel Madeira im Laufe der Jahre erhalten hatte, zu halten.
Auch selbst diese Position verbot den Fahrern mit aufgeknöpften Hemdsärmeln zu fahren. Alle Zuwiderhandelnde wurden vom Bürgermeister belegt mit einer Geldstrafe von 25$00 oder bei Wiederholung mit 50$00, das war ein hoher Preis für
das Leben in dieser Zeit. Nach der Veröffentlichung der Verordnung 1934, durch den Bürgermeister des Landkreises Funchal, trat diese in Kraft.


Vor Beginn jeder Fahrt gab es eine Reihe von Verfahren, die von dem Ticket-Schreiber durchgeführt wurden. Diese waren, die Kurbel zu geben, damit das Auto funktioniert, und die Platten mit dem Bestimmungsort an den Autobus zu machen.
Es gab drei Platten für diesen Zweck, die manuell eingesetzt wurden. Mit dem Namen des Bestimmungsortes „Canico" oder „Funchal" und ein weiters mit Namen „Complett". Bei Nichtbeachtung dieser Hinweisschilder gab es Anlas zur Zahlung eine Geldstrafe. Zusätzlich zu diesen Aufgaben musste der Ticket-Schreiber, die ihm anvertrauten Körbe oder Pakete, auf dem Dach des Autobusses verstauen, um das zu erledigen hatte der Bus eine kleine Leiter an der Rückseite. Für den Transport des Korbes musste der Benutzer 1$00 zahlen. Bei allen Fahrten waren die Ersten, welche die Arbeit um 6,00 h morgens begannen, die Mehrzahl der Passagiere waren Milchmänner, die ihre Kannen mit Milch im Gang transportierten. Dann, ab 11,00 h am Morgen, wurden wegen dem Volumen die Körbe mit Mittagessen auf dem Dach aufgeschichtet, manchmal gab es einige Unfälle, natürlich wegen der schlechten Verpackung. Trotz der Existenz des Daches wurden viele Körbe und Pakete innerhalb des Busses, trotz des ohnehin begrenzten Platzes, transportiert. Um diese Praxis zu vermeiden, diskutierte der Busfahrer immer wieder vor Antritt der Fahrt.


Alle die Tickets, die verkauft wurden an Bord durch den Ticket- Schreiber mussten bis zu Ende der Fahrt entsprechend verwahrt werden. Danach sollten diese an den Busfahrer zur späteren Feststellung und zur Vernichtung übergeben werden. Neben dieser Kontrolle, die am Ende des Tages gemacht wurde, kontrollierte ein Assistent die verkauften Karten mit der letzten Nummer des Tickets und notierte alles genau.

 

Ab 1948 begann das Unternehmen, die Sitzplätze zu nummerieren, um am Ende den früheren Verkauf erlauben zu können. Mit Wirkung diesen Jahres, konnte jeder Benutzer einen Sitzplatz buchen, mit dem Kauf einer Karte für eine bestimmte Zeit.
Alle diese Plätze wurden mit einer Plakette mit dem Wort „reserviert" belegt und nur wieder geändert werden, wenn der Besitzer dieses stoppte. Manchmal fuhr der Bus mit der Hälfte der Kapazität für Kunden, weil bereits die Tickets verkauft waren, vorbehalten für Amerikaner oder Brasilianer.


Zusätzlich zu den regelmässigen Routen, wurde das Unternehmen für Fahrten gemietet, wie Exkursionen zu bestimmten Festen wie Nossa Senhora do Lavramento. Das Fest Nossa Senhora do Lavramento wird überall auf der Insel sehr gefeiert und erfordert den Service der Autobusse. Alle Genehmigungen für die Durchführung der Reisen für Canico wurden erlaubt. Von den sieben Fahrzeugen, die das Unternehmen hatte, waren fünf berechtigt, diesen Service angesichts der hohen Nachfrage, auszuführen. Obwohl jede Fahrt 4$00 kostet, warteten viele Pilger viele Stunden am Largo do Pelorinho, auf die Ankunft der Busse. Da der Service der Autobusgesellschaft von Canico nicht ausreichend war, konnten auch andere Unternehmen für die Realisierung von Reisen mitarbeiten. Da kam es an manchen Tagen zu Ausflügen nach Livramento mit 30 bis 35 Bussen. Die Autobusse von Canico hatten Vorrang vor allen anderen Unternehmen, so konnten die anderen nur fahren, wenn die Busse von Canico ausgelastet waren

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